Ministry School Abschlussfeier

Das nächste grössere Ereignis nach dem Ski- und Snowboardcamp war die Abschlussfeier der Ministry School. Eine „Generation“ der Ministry School dauert in der Regel etwa zwei Jahre, und die Generation, zu der ich dazugestossen war, neigte sich dem Ende zu. Obwohl ich nur sechs Monate absolviert hatte, wurde ich dennoch zur Abschlussfeier eingeladen. Wie üblich kamen die meisten Mitglieder der Fukuoka und Miyazaki Kirchen am Freitag an, um an der Gebetsnacht teilzunehmen. Ich war schon früher in der Kirche, weil Naomi mich angerufen hatte, um zu fragen, ob ich den Raum ein wenig dekorieren könnte.

Ich klebte ein paar festliche Luftballons an die Wände, und auf eine Tafel schrieb ich „Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss“, und Naomi schrieb den Zeitplan für den Graduierungstag auf.

Es ist leider nicht so gut sichtbar, aber der Ballon in der oberen Ecke rechts ‚trägt‘ einen ‚Abschlussfeier Hut‘

Am Samstag trafen wir uns früh, um uns eine Lektion anzuhören, wie man loyale Führer sein kann. Diese Botschaft bestand aus drei Teilen. Im ersten ging es um Loyalität, im zweiten, wie werde ich eine Führungsperson, und im abschliessenden Teil, um eine Kombination aus beiden Teilen.

Christian und Naomi überraschten uns zur Mittagszeit und sagten, sie würden uns zum Essen in ein Restaurant einladen. Wir fuhren nach Shinjuku und schlemmten in einem All-you-can-eat-Restaurant. Während des Essens genossen wir die Gesellschaft des anderen und sprachen über die vergangenen zwei Jahre in der Gemeindeschule und darüber, wie wir in den letzten zwei Jahren (in meinem Fall 6 Monate) gewachsen sind.

Nach dem Mittagessen gingen wir in das oberste Stockwerk des Metropolitan Government Building. Dort teilten wir uns in kleine Gruppen auf, und während wir umhergingen und die herrliche Aussicht betrachteten, beteten wir für Tokio und Japan im Allgemeinen. Wir sprachen den Segen über das Land aus und proklamierten die Rettung der Menschen.

Nach etwa einer Stunde sammelten wir uns alle wieder und kehrten in die Kirche zurück. In der Kirche fuhren wir mit einigen Belehrungen fort. Christian betonte, dass das Ziel der Gemeinde- und Dienstschule darin besteht, dass wir aussendbare Jünger und Leiter werden können. Sendbar in die Nationen, zurück in die Gemeinden, aus denen wir kommen, um dort Leiter zu sein, neue Gemeinden zu bauen und dorthin, wo Gott uns haben will. Nach dieser Botschaft verbrachten wir noch einmal Zeit damit, zu beten, uns gegenseitig zu segnen und den Heiligen Geist zu rufen. Dann kam der letzte Teil des Abschlusstages – der feierliche Teil. Christian bat einen nach dem anderen, mit ihm und Naomi auf die Bühne zu gehen, und dann betete er für uns, prophezeite und sandte uns offiziell aus, als Gottes Jünger und Helfer zu dienen. Es war eine einzigartige und gesegnete Zeit, und viele der Schüler hatten Tränen in den Augen, als sie den Segen hörten, den sie erhielten.

Am Ende sassen wir alle ein letztes Mal als Ministry School Studenten zusammen und erzählten, was wir erhalten hatten, was uns gesegnet hatte und welche Hoffnungen und Visionen wir für die Zukunft haben. Wir hörten viele grossartige Zeugnisse, und ich glaube, alle waren sich einig, dass wir zwar froh sind, Absolventen zu sein, dass wir aber auch die Zeit vermissen werden, die wir als Studenten miteinander verbracht haben.

Am Sonntag gingen wir wie üblich zur Kirche. Wir fühlten uns alle neu ermutigt und erfrischt durch die gesegnete Zeit, die wir am Vortag miteinander verbracht hatten. Es war für mich besonders toll, dass die Leute aus den Gemeinden in Fukuoka und Miyazaki da waren, denn an diesem Sonntagabend nahm ich mein Flugzeug zurück in die Schweiz. Es war schön, alle Studenten vor der Abreise noch einmal zu sehen und sich gebührend verabschieden zu können – oder besser gesagt, ein „Bis bald“ zu sagen.

Ps. Die nächste Ministry School Generation wird im September beginnen. Bis dahin beten wir dafür, dass noch mehr Menschen errettet werden und sich der neuen Generation von Studenten anschliessen. Christian und Naomi halten ausserdem alle zwei Wochen bis zum Schulbeginn eine „Vorbereitungsschule“ ab. In dieser Pre-Ministry School lernen wir einige der Grundlagen und Dinge, die die neuen Studenten auf ihre Zeit in der Dienstschule vorbereiten werden. Auch wir Absolventen nehmen eifrig an der Pre-Ministry School teil, um die neue Generation zu ermutigen, und auch weil wir eifrig weiterlernen wollen. Man hat ja schliesslich nie ausgelernt.