Vorbereitungen für Weihnachten

Die restlichen Tage der Woche vom 6. bis 12. November waren eher ruhig. Am Mittwoch habe ich mit Anna ein Picknick gemacht, bevor wir gemeinsam in die Kirche gegangen sind. In der Predigt ging es darum, Gottes Vision zu erfüllen. Am Donnerstag machten wir wieder das Bibelcafé, am Freitag gingen wir zur Gebetsnacht und am Samstag gingen ich und meine Mitbewohnerinnen in ein koreanisches Restaurant, das Yuka gefunden hatte, bevor wir zu unserem Outreach nach Shimokitazawa fuhren. Am Sonntag ging es in der Morgenpredigt um die Bedeutung vom Heiligen Geist gesteuert zu sein, und in der Nachmittagspredigt wurde uns ans Herz gelegt, nie aufzugeben. Nach dem Nachmittagsgottesdienst stellten wir den Weihnachtsbaum auf und begannen mit dem Schmücken. In Japan ist es offenbar üblich, am 1. November mit den Vorbereitungen und dem Schmücken für Weihnachten zu beginnen, so dass unser Aufbau am 12. November anscheinend schon ziemlich spät war. (Meiner persönlichen Meinung nach immer noch sehr früh).

Der dekorierte Baum (Wir haben inzwischen noch ein paar mehr Kugeln gekauft)
Zudem wurde die ganze Kirche mit Lichtern beschmückt

Am Montag, dem 13. November, begann endlich mein Japanischunterricht. Ich war in einer Gruppe von sechs Leuten, aber vier von ihnen waren in ihrer letzten Woche. An dieser Schule kann man frei wählen, wie viele Wochen man lernen möchte, und nach einem Sprachtest wird man in eine Klasse eingeteilt, die dem eigenen Niveau entspricht. Der Unterricht macht sehr viel Spass, und die Lehrer sind alle sehr freundlich und aufgeschlossen. So macht das Lernen viel Freude. Am Montag habe ich mich nach dem Unterricht mit einem neuen Schüler zu einer Probestunde getroffen. Er möchte bei mir Deutsch lernen mit dem Ziel, die B2-Prüfung abzulegen. Wir besprachen, wie wir dieses Ziel am besten erreichen könnten, und er entschied, dass er den Unterricht mit mir fortsetzen wollte. Am Mittwoch und Donnerstag hatten wir über Mittag Unterricht, so dass ich mit einigen meiner Klassenkameraden zu Mittag ass. Am Mittwoch hatten wir in der Kirche einen Gast aus Miyazaki, der mit seiner Frau ein Zeugnis teilte. Danach sprach Christian darüber, wie wir uns als Söhne (oder Töchter) von Gott erheben können. Anschliessend haben wir gemeinsam das Lied ‚Stille Nacht‘ geübt. In diesem Jahr haben wir vier Weihnachtsveranstaltungen geplant: eine für die Schüler, eine nur für die Ministry-School, eine für das Waseda-Bibelcafé und eine grosse Kirchenveranstaltung. Für die grosse Kirchenveranstaltung ist eine kurze Gospelsession geplant, bei der wir ein Medley aus verschiedenen Weihnachtsliedern singen werden, darunter auch „Stille Nacht“. Diejenigen, die nicht im Chor sind, werden tanzen, es wird Spiele geben und natürlich etwas zu essen. Ich bin an diesem Fest im Chor eingeteilt. Zudem bin ich mit Yuka für das Café zuständig, ich assistiere Llyza beim Dekorieren und ich werde den Weihnachtskuchen für das grosse Weihnachtsfest und für das Schülerfest machen.

Beim Aufwärmen vor dem Singen

Diese Woche bin ich leider etwas zu spät zum Bibelcafé gekommen. Ich hatte von 11.25 bis 15.50 Uhr Japanischunterricht, und weil unser Bibel Café Raum zu unserer üblichen Zeit belegt war, mussten wir ihn für 15.30 bis 17.30 Uhr buchen. Glücklicherweise ist meine Schule nicht weit von der Waseda-Universität entfernt, sodass ich noch etwa 30 Minuten dort sein konnte. Ich konnte die zweite Hälfte von Christians Botschaft zuhören, und nachdem ich mich einem Neuankömmling kurz vorgestellt hatte, spielten wir ein paar Spiele, die Zion für diesen Abend geplant hatte.

Am Freitag, nach der Schule, gab es eine kurze Abschlussfeier für alle Schüler, die ihre Schulwochen beendet hatten. Danach ging ich wieder nach Hause, um meine Hausaufgaben für die Ministry-School fertig zu machen. Diesmal mussten wir beide Thessalonicher Briefe und beide Timotheus Briefe lesen. Ausserdem mussten wir den 2. Timotheus 3:10-11 und den Psalm 100 auswendig lernen. Nachdem ich die beiden Bibelstellen eine Weile geübt hatte, beschloss ich, vor der Gebetsnacht noch einen Nachtspaziergang in einem der nahe gelegenen Parks zu machen. Nach der Gebetsnacht feierten wir Yukies Geburtstag und sprachen unsere Segenswünsche für sie aus.

Am Samstagnachmittag gingen wir in die Ministry School, um mehr über die Bücher zu erfahren, die wir gelesen hatten, und um die Worship Serie abzuschliessen. Dann bekamen wir unsere nächste Hausaufgabe: Wir sollten ein Tehillah-Lied schreiben. (Tehillah: singen, loben. Ein spontanes neues Lied. Man singt eine Melodie aus seinem Herzen und fügt ihr Worte hinzu.) Ich bin sehr gespannt, wie das herauskommen wird.

Die Botschaften an diesem Sonntag handelten von Geistlicher Reife am Morgen und am Nachmittag, um Dinge, die wir tun sollten, für eine gute Zukunft im Glauben. Natürlich sind wir danach noch geblieben, um gemeinsam etwas Spass zu haben und wir haben auch unsere Weihnachtslieder weiter geübt. Ausserdem wurden wir von einem Mitglied mit Kuchen überrascht. Zuerst dachte ich, es hätte wieder jemand Geburtstag, aber dann sagte sie, sie wolle sich nur bei allen bedanken, indem sie Kuchen mitbringt. Was für eine nette Geste! 

Bei den viele Weihnachtsvorbereitungen dürfen die richtigen Accessoires natürlich nicht fehlen!

Bevor wir nach Hause gingen, wollte Anna mir noch ihren Lieblings Secondhand-Laden in der Nähe zeigen. Wir gingen kurz hinein und sie erklärte mir, wo es die qualitativ besten und günstigsten Artikel gab. Danach verabschiedeten wir uns und ich ging nach Hause, um meine Hausaufgaben für die Sprachschule zu erledigen.

2 Kommentare

  1. Liebe Deborah

    herzlichen Dank dass du uns immer wieder an deinem
    Leben in Japan teilhaben lässt.
    Es freut mich sehr dass du dich schon wohl fühlst
    und mit Jesus spannende Schritte wagst.
    Es ist eindrücklich was ihr schon alles erleben durftet und
    noch erleben dürft.
    Bei uns liegt in den Bergen viel Schnee und ich geniesse
    es immer wieder neu dort sein zu dürfen
    probiere dann ob ich dir einige Bilder senden kann.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Weisheit von Jesu.
    mögest du / ihr viele Samen von seiner Liebe in die Herzen der
    Menschen säen …..und auch deren Wachstum erleben dürft.
    Liebe Deborah du bist höchst geliebt gesegnet und
    begünstigt von Jesus Christus
    herzlichst
    Susanne

    1. Liebe Susanne
      Vielen dank fürs lesen meines Blogs und auch für die ermutigenden Worte. Bei uns in Tokyo sueht es leider eher schlecht aus mit Schee. Vielen dank für die tollen bilder, die haben mich sehr erfreut, besonders die, mit dem süssen Eichhörnchen.
      Liebe Grüsse
      Deborah

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